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Die Kupplung, das unbekannte Wesen
Kupplung, Glocken, Scheiben, notwendiges Zubehör - richtig eingesetzt Der Durchmesser der Kupplungsglocke muss auf die Beläge bzw. auf die eigentliche Kupplung abgestimmt sein.Stimmt der Innendurchmesser der Glocke nicht, kann die beste Kupplung nicht ihre volle Leistung entfalten. Warum ?
Eine Glocke die zu klein ist, verändert den Einkupplungszeitpunkt, da die Beläge früher an der Innenseite der Glocke schleifen. Eine Glocke die zu klein ist, erhöht die Temperatur der Lager und der Glocke. Eine Glocke die zu klein ist, lässt die Kupplungsschuhe schneller verschleissen.
Durch diese vorzeitigen „Einkupplungsvorgang“ kann das Fahrzeug nicht richtig beschleunigen, weil der Motor keine Drehzahl und somit kein Drehmoment aufbauen kann, bevor die Kupplung greift. Wird dieser Fehler nicht erkannt, das heißt wird dieser Fehler nicht durch den Austausch gegen eine Glocke mit passendem Innendurchmesser abgestellt, bleibt der Fahrspass auf der Strecke.
Fatal wäre es den oben beschriebenen Fehler falsch zu deuten, nämlich mit der Aussage „mein Motor geht unten rum überhaupt nicht“. Wenn jetzt die Gemischnadel für den unteren Bereich (LSN), magerer gestellt wird, um das vermeintlich schlechte Beschleunigen zu ändern, greift man voll daneben, ja der Motor wird abmagern, vorzeitig verschleißen oder auch schnell zu einem Totalschaden.
Übrigens wird dieser „Fehler“ sehr oft gemacht.
Hinter einem Motor der unten rum nicht geht, wird selten eine falsch eingestellte Kupplung oder eine falsche Glocke vermutet.
Man schraubt lieber an den Nadeln des Motors mit den beschriebenen Folgen.
Des weiteren erhöht sich die Temperatur und der Verschleiß, weil bei einer zu kleinen Glocke die Beläge nicht ganzflächig aufliegen. Folgen sind erhöhter Verschleiss, kein vollständiger Kraftschluss und vorzeitige Gratbildung bei Alubelägen. Achtung:
Uns erreichen immer wieder Mails oder wir lesen von Kunden, die über mangelnden Druck / Punch beim Einkuppeln berichten. Sie berichten darüber, dass die Kupplung zu weich ist und dass es nicht richtig "knallt".
Eine Kupplung, die brutal einkuppelt, hat nur Nachteile.
Hierzu möchten wir folgendes anmerken:
Durch zu spätes Einkuppeln erzeuge ich sehr viel wheelspin (durchdrehende Räder) Durchdrehende Räder erzeugen keinen Vortrieb Durchdrehende Räder lassen die Reifen schneller verschleissen Durchdrehende Räder kosten Sprit Spätes Einkuppeln erzeugt ein noch intensiveres Pumpverhalten des Fahrers (ohnehin eine Eigenart in der Buggy-Szene), weil der Fahrer in Kurven versucht mit Gasstössen sein Auto zu beschleunigen, dies aber nicht richtig anspricht, weil die Kupplung zu spät kommt. Das ist übrigens auch der Grund, warum Elektro-Fahrer beim Abstecher in Klasse OR 1:8 soviel gleichmässiger und runder fahren. Über das ständige Pumpen (Spritverbrauch) können sie nur den Kopf schütteln.
Natürlich braucht ein Motor eine gewisse Drehzahl und ein nötiges Drehmoment, um den Buggy adäquat voranzutreiben. Ein brutales Ansprechverhalten wie oben beschrieben hat damit aber nichts zu tun.
Interessant ist, dass der amtierende Europameister aus dem Juli 2009 (Wölbling, Austria) 0,9er Federn in seiner Kupplung verbaute.
Gleichmässiges Ansprechverhalten, geringer Spritzverbrauch und minimierter Reifenverschleiss führten zu konstanten Rundenzeiten und schliesslich zum begehrten Titel des Europameisters.
Eine brutal einsetzende Kupplung hätte dies nie ermöglicht.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Fahrer, die jede Kupplung innerhalb kürzester Zeit ruinieren.
Diese Fahrer haben die Angewohnheit, die Kupplungsbeläge/Glocke durch ständiges Schleppgas, oder durch so genanntes Haldenfahren, so zu erhitzen, dass die Belags-und Glockentemperatur sehr stark ansteigt und die Beläge und die Glocke sowie die Glockenlager diesen Temperaturen nicht mehr standhalten können.
Wer unbedingt die Kohlehalden des Ruhrgebietes erklimmen möchte, sollte sich gut überlegen, ob es nicht besser ist, für solche Zwecke einen Modell-Panzer einzusetzen.
Das Wort Wartung scheint bei einigen auch ein Fremdwort zu sein. Nach dem Motto Wartung kommt von warten, haben einige völlig vergessen, dass die Kupplung, dass am meisten gestresste Bauteil in einem RC-Car ist. Und so wird gefahren und gefahren und gefahren, bis eines Tages nichts mehr geht.
Warum?
Die Beläge wurden nicht kontrolliert, Federn nicht gewechselt, Abrieb nicht entfernt, Alubeläge nicht entgratet, Lager nicht gewechselt, etc.etc.etc.
Eine Kupplung muss gewartet werden.
Natürlich braucht man dafür ordentliches Werkzeug und das entsprechende Know-How.
Greifen Sie auf bewährtes Material zurück.
_________________ Autos: mit nem Bald einen 
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